VIRSEM-Aktuell

Juni 2011

SummerSchool Notfallmedizin an der Universität Greifswald

Vom 9. bis zum 12. Juni 2011 findet mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) eine SummerSchool für engagierte junge Notfallmediziner an der Universität Greifswald statt. Der Themenbereich ist Kommunikation und Deeskalation im Notfall und zahlreiche Experten des VIRSEM-Teams und des Expertenpanels tragen zu dieser Veranstaltung bei.

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PostHeaderIcon Juni 2011

Juni 2011

SummerSchool Notfallmedizin an der Universität Greifswald

Vom 9. bis zum 12. Juni 2011 findet mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) eine SummerSchool für engagierte junge Notfallmediziner an der Universität Greifswald statt. Der Themenbereich ist Kommunikation und Deeskalation im Notfall und zahlreiche Experten des VIRSEM-Teams und des Expertenpanels tragen zu dieser Veranstaltung bei.

 

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Mai 2011:

VIRSEM auf dem Deutschen Anästhesie-Congress (DAC)

Der DAC ist einer der größten deutschen medizinischen Kongresse mit einem umfangreichen wissenschaftlichen Programm. Erneut wurde ein Beitrag des Projektes VIRSEM zur Publikation angenommen.

 

14. Mai 2011:

VIRSEM in der Charité

 

Dr. Martin von der Heyden und Dr. Thomas Plappert vertreten das Projekt VIRSEM auf dem Symposium „Gewalt in der Notaufnahme“, zu dem der DBfK gemeinsam mit der AG Pflege der DGINA nach Berlin einlädt. Dieses Symposium bringt alle wesentlichen deutschsprachigen Projekte aus der Notfallmedizin zusammen, dazu auch Vertreter der Unfallversicherung und der Klinikbetreiber sowie Experten für juristische Fragen. Wir sind stolz, mit gleich zwei Vorträgen zum Symposium beitragen zu dürfen.

 

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Januar 2011

Jahresbilanz 2010: VIRSEM als systematisches Erfassungssystem etabliert

Die Jahresbilanz des VIRSEM-Teams ist die Geschichte eines traurigen Erfolges: „Gewalt in der Notfallmedizin ist in aller Munde“, sagt Dr. Martin von der Heyden, Projektleiter des „Violent Incident Reporting System in Emergency Medicine (VIRSEM)“, eines weltweit einmaligen Programms zur dauerhaften web-basierten Erfassung von Gewalt in Rettungsdienst, Notaufnahmen und Intensiv- oder Überwachungsstationen. Annähernd einhundert Meldungen gingen ein, in über einem Drittel der Fälle kam es zu Verletzungen der Helfer. „Besonders dramatisch ist, dass ein Ereignis schließlich mit dem Tod des Angreifers endete.“

Dass es zu einer erheblichen Anzahl von Meldungen kommen würde, deutete sich bereits in der Pilotphase an. Die große Zahl der tatsächlich eingegangenen Berichte jedoch überwältigte das Expertenpanel. „Nur nach und nach können wir die Fälle wirklich aufarbeiten. Wir haben uns verständigt, keine Abstriche bei der Qualität der Aufarbeitung zu machen und die sehr aufwendige Darstellung der Fälle des Monates vorerst zu pausieren, um in der systematischen Arbeit voran zu kommen“, sagt Dr. Isabelle Behrendt, die die wissenschaftliche Arbeit koordiniert. Für das kommende Jahr stehe die regelmäßige Veröffentlichung von besonders typischen Situationen ganz oben auf der Prioritätsliste, „darüber hinaus werden wir einem Teil der Einladungen zu wissenschaftlichen Kongressen und Symposien folgen, um das Projekt voran zu bringen und im kritischen Dialog mit anderen Experten gemeinsam Strategien zu entwickeln.“

Der direkte Transfer aus der Wissenschaft in die tägliche Praxis, das ist eine wesentliche Stärke des Dozententeams um Christopher Nadolny. Zahlreiche Anfragen von Rettungsdiensten und aus Notaufnahmen erreichten das Team und Vorträge, Seminare und Workshops wurden von den Teilnehmern stets exzellent evaluiert. Für das Jahr 2011 stehen bereits jetzt zahlreiche Termine fest.

 

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September 2010

Gewalt in der Notfallmedizin als Aufmacher in der lokalen Presse: VIRSEM-Team auf der 5. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) e.V. in Aachen

 

Das komplette Kernteam des Projektes VIRSEM war Ende September nach Aachen gereist, um dort auf einem der wichtigsten Foren für Notfallmedizin in Deutschland, Präsenz zu zeigen. Und die Bedeutung der Arbeit der Projektgruppe wird am Kongressverlauf deutlich: Während der Praxisseminare am Rahmen des Kongresses war der Deeskalationskurs erneut ausgebucht und Dr. Martin von der Heyden und Christopher Nadolny konnten Pflegefachkräfte und Ärzte aus Notfallaufnahmen aus ganz Deutschland gemeinsam mit Thomas Nickl-Jockschat aus der psychiatrischen Universitätsklinik Aachen schulen. Das besondere: mehr und mehr kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Empfehlung ihrer Kollegen oder Vorgesetzten, die in den letzten Jahren ein Seminar besuchten.

Im wissenschaftlichen Teil präsentierte Dr. Isabelle Behrendt stellvertretend für das Team ein Poster mit den aktuellen Ergebnissen und erläuterte dem Fachpublikum die Bedeutung, den Aufbau und die Entwicklung der web-basierten Erfassung von Gewalt in der Notfallmedizin.

Christopher Nadolny hielt abschließend noch einen Vortrag zur „Behandlung wider Willen“ vor ca. 150 Zuhörern im vollbesetzten Hörsaal – die anschließende langanhaltende Diskussion unterstrich, dass er abermals ein wesentliches Thema im Verhältnis Arzt-Patient hervorragend aufarbeiten konnte.

 

Aachener Zeitung, Stadt, Region Rhein-Maas, 24. September 2010, von Sarah Sillius

Notwehr in der Notaufnahme

Ein Kongress in Aachen: Wie Notfallmediziner sich auf Extremfälle vorbereiten

AACHEN. Als Peter-Friedrich Petersen, Leiter der Notaufnahme am Aachener Klinikum, und seine Mitarbeiter in den Vorbereitungen für die 5. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) stecken, ahnen sie noch nicht, wie aktuell eines ihrer Themen bald werden wird. Vergangenen Dienstag lief ein geistig verwirrter Mann mit blutverschmierten Messern durch die Aachener Pontstraße, eine Polizistin schoss ihm ins Bein, um Schlimmeres zu verhindern. Danach wurden der verletzte Täter und die geschockte Polizistin zu Petersen ins Klinikum gebracht.

Und ein Thema des Kongresses lautet: "Die Deeskalation in der Notfallaufnahme".

Solche Situationen können große Gefahren mit sich bringen und stellen Notfallmediziner jedes Mal wieder vor neue Herausforderungen. Von Mittwoch bis einschließlich heute war und ist das Uniklinikum Treffpunkt für rund 460 Ärzte und Pfleger aus ganz Deutschland.

Anästhesist Martin von der Heyden und Thomas Nickl-Jockschat, Psychiater und Psychotherapeut aus Aachen, sind zwei von ihnen. Zusammen mit dem Juristen Christopher Nadolny aus Rostock vermitteln sie Pflegern und Ärzten im Deeskalationstraining Techniken der Eigensicherung und juristische Grundlagen, die im Extremfall helfen.

"In der Notfallaufnahme hat man häufig mit Ausnahmesituationen zu tun", sagt Nickl-Jockschat. Die Situation könne sich schnell hochschaukeln, wenn der Patient starke Schmerzen hat, die Angehörigen große Angst haben oder der Patient unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht. Hinzu komme der angestiegene Adrenalinspiegel des Notfallmediziners. Wenn es emotional wird, kann es zu irrationalen Handlungen kommen. Dazu können im schlimmsten Fall Übergriffe des Patienten auf den Notfallmediziner gehören. "In den letzten Jahren passiert das immer häufiger", sagt von der Heyden.

Es gibt nicht nur körperliche, sondern auch kommunikative Deeskalationstechniken. Die empfindet Sylvia Berger, Krankenschwester aus Bielefeld, als besonders wichtig: "Man wird häufig verbal bedroht, da sind Strategien wichtig, um zu wissen: Wie entschärfe ich eine Situation?"

Niemals den Rücken zudrehen

Nadolny demonstriert, wie der Arzt dem Patienten gegenüberstehen sollte: "Die Hände niemals hinter dem Rücken verstecken, niemals dem Patienten den Rücken zudrehen." Was, wenn sich der Patient nicht durch verbale Mittel beruhigen lässt, gar gewalttätig wird? Nadolny klärt über die rechtlichen Hintergründe auf. "Im Rahmen der Notwehr gibt es keine Verhältnismäßigkeit." Der Notfallmediziner ist rechtlich geschützt, wenn er den Patienten zum Beispiel aufgrund einer akuten Eigen- oder Fremdgefährdung am Bett mit Gurten fixiert.

Für alle Entscheidungen, wie auch für die Fixierung des Patienten, gilt laut Nickl-Jockschat: "Es muss eine gemeinsame Philosophie geben. Das Risiko sollte möglichst auf alle Berufsgruppen verteilt werden, damit es keine Spaltungen im Team gibt."

Nachgefragt : 20 Prozent mehr Patienten

Warum ist die fächerübergreifende Zusammenarbeit in der Notaufnahme so wichtig?

Petersen: Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahren immer mehr verändert. Wir sehen heute 20 Prozent mehr Patienten als noch vor vier Jahren, mehr Ältere und mehr Menschen, die unter sehr komplexen Erkrankungen leiden.

Wie schafft man es, in kurzer Zeit richtig zu entscheiden?

Petersen: Dafür schaffen die Krankenhäuser neue Strukturen mit eigenständigen Notaufnahmen. Die sind zunehmend mit Ärzten besetzt, die sich auf diese anspruchsvolle Aufgabe spezialisieren wollen. Daher fordert die DGINA auch den Facharzt für die Notfallmedizin.

Zur optimalen Behandlung gehören auch die deeskalierenden Kompetenzen der Notfallmediziner.

Petersen: Ja, die sind wichtig. Nach einer Studie schätzt der Patient seine Verletzung oder Erkrankung immer eine Stufe schlimmer ein als der Arzt. Dadurch entstehen Konflikte.

Die langen Wartezeiten bergen vermutlich auch Konfliktpotenzial. Wie wirken Sie dem entgegen?

Petersen: Seit Mai haben wir zum Beispiel einen Informationsbildschirm für Patienten, der anzeigt, welche Behandlungen gerade ablaufen, wie schwer die anderen Menschen verletzt oder erkrankt sind. So ist er besser informiert und bleibt ruhiger.

Der Kongress im Klinikum und die DGINA

Jährlich werden etwa 16 Millionen Menschen als Notfallpatienten in deutschen Krankenhäusern behandelt. Die meisten Kliniken verfügen über eigene Notaufnahmen.

Dabei setzt sich immer stärker das Prinzip der Zentralisierung in einer zentralen interdisziplinären Notaufnahme gegenüber mehreren dezentralen Notambulanzen durch. Häufig werden 40 bis 50 Prozent aller Patienten über die Notaufnahme ins Krankenhaus aufgenommen.

Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme e.V. (DGINA) ist ein Zusammenschluss der in deutschen Notfallaufnahmen tätigen Ärzte und Pflegefachkräfte. Sie wurde 2005 gegründet und hat inzwischen rund 400 Mitglieder. Bei dem dreitägigen Kongress gibt es ein breites Angebot an Vorträgen zu Themen aus der Notfallmedizin.

Heute werden auch Christopher Nadolny ("Behandlung wider Willen", 12:05 Uhr) und Martin von der Heyden ("27 auf einen Streich - das ABC der Katastrophe im Krankenhaus", 12:20 Uhr) referieren.

Aachener Zeitung, Stadt, Region Rhein-Maas, 24. September 2010, von Sarah Sillius

 

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Mai 2010

VIRSEM-Team auf dem DRK-Kongress in Fleesensee

Einen vielbeachteten Einblick in die Problematik gewaltätiger Übergriffe im Rettungsdienst konnte das Team von VIRSEM um Dr. Martin von der Heyden und Christopher Nadolny auf dem Fachkongress des DRK Mecklenburg-Vorpommern bieten. Das DRK ist der größte Leistungserbringer im Rettungsdienst an der Ostseeküste und der jährliche Fachkongress ein wichtiger Treffpunkt der Szene.

Aktualisiert (Sonntag, den 15. Mai 2011 um 14:01 Uhr)

 
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